FWPF | Fakultät Innenarchitektur | FH Rosenheim
Viele ältere Browserversionen zeigten eine mangelhafte Unterstützung der W3C-Standards; Webautoren »optimierten« ihre Dokumente auf die Fehler der Browser hin. Mit der Einführung aktueller, standardkonformer Browser würde manch ältere Webseite zerfallen. Die Browserhersteller bieten mit dem »Doctype Switch« eine Möglichkeit, auch aktuelle Browserversionen in den alten, fehlerhaften Darstellungsmodus zu werfen.
In Abhängigkeit von der verwendeten Dokumentypdeklaration entscheiden die Browser, ob »standard mode« (standardkonforme Darstellung) oder »quirks mode« (fehlerhafte Darstellung) verwendet wird. Dieses Umschalten wird als Doctype Switch bezeichnet.
Weitere Information: Der Doctype Switch und seine Auswirkungen
Besonders schwerwiegend ist die Auswirkung des Doctype Switch beim Internet Explorer. IE 6 und 7 verhalten sich im Quirks-Modus wie der IE 5.5; beide zeigen im Quirks-Modus den Box-Modell-Bug . Mit der im Kurs vorgestellten Dokumenttypdeklaration XHTML 1.0 Strict befinden sich IE 6/7 im Standards-Mode.
Im IE 8 wird der tatsächliche Darstellungsmodus von mehr als nur der Dokumenttyp-Angabe abhängen. Der Webautor kann auch serverseitig (HTTP-Header) und per Meta-Tag Einfluss nehmen – und sogar der Benutzer der Seite kann über die Browserkonfiguration noch eingreifen.
Mehr dazu (englisch): Introducing Compatibility View